FÜGEVERFAHREN

Vergleicht man Keramik- mit Metallkonstruktionen stellt man fest, dass den überlegenen Werkstoffeigenschaften der Keramik die Schweißbarkeit der Metalle gegenübersteht. Diese Einschränkung bei der geometrischen Auslegung wird durch unser innovatives Fügeverfahren für technische Keramik überwunden.

Mit dieser Technologie sind nun Hinterschneidungen, kompliziert geformte Kanäle und strömungsbrechende Elemente herstellbar.

Das hierfür genutzte Niederdruckheißgießen ermöglicht eine endkonturnahe und kostengünstige Serienfertigung.

Das Fügen wird ohne Zusätze von Fremdmaterialien durchgeführt, die die Korrosionsfestigkeit des Bauteils reduzieren würden. Es ermöglicht ohne aufwendige Bearbeitung stoff- und kraftschlüssige Verbindungen und erreicht als einziges Verfahren an der Fügezone über 80 % der Festigkeit des Grundwerkstoffes.

Fuegeverfahren_pic01
Vollkeramische Rührwerke
Fuegeverfahren_pic02
Vollkeramischer Mikroreaktor

  • Körper Ø 20 mm x 40 mm
  • Anschlüsse Ø 8 mm
  • Interne Struktur 600 μm breit
  • Durchsatz bei Δp =3 bar ca. 60 l/h
  • Druckfestigkeit > 100 bar
  • Heizelement und Temperaturfühler können integriert werden

Einsatztemperaturen:

  • Reaktionszone < 1000°C,
  • Anschlüsse < 250°C (Klemmringverschraubung)
Vollkeramischer Wärmetauscher

- Kreuzstromanordnung
- 2 x 20 Bohrungen mit je 2mm² Querschnitt
- Anschlüsse Ø 10 mm

 

Fuegeverfahren_pic03
 
Keramik “schweißen” per Hand
 
Das patentierte Fügeverfahren ist so robust, dass selbst eine „Verschweißung“ per Hand möglich ist. So können Einzelteilanfertigungen oder Muster unter Umständen durch die Einsparung von Werkzeugkosten günstiger hergestellt werden. Das folgende Video zeigt eine solche „Verschweißung“ von Hand von einem Grundkörper eines Kreuzstrom-Wärmetauschers und einem dazugehörigen Flansch.